DaVinci Resolve VS. Premiere Pro
- Florian Bröker
- 10. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
DaVinci Resolve VS. Premiere Pro
Stärken und Schwächen, kurz und knackig
Worum geht’s UEberhaupt?
Obwohl sich die Funktionalität von Videoschnittsoftware grundsätzlich in vielen Punkten überschneidet, so gibt es doch klare Unterschiede sowohl im Umfang, als auch in der Handhabung. Heute möchte ich diese Punkte für euch am Beispiel von DaVinci Resolve und Premiere Pro genauer beleuchten.
DaVinci Resolve - Farben, Ton und Moneten
DaVinci Resolve bietet mit der gleichnamigen kostenlosen Variante für eine breite Nutzerschaft einen exzellenten Einstieg in den Videoschnitt und die -bearbeitung. Es kommt mit einer Menge hochqualitativer Tools, welche von anderer Freeware in dieser Branche, wenn überhaupt, nur selten angeboten werden. Mit “DaVinci Resolve Studio” bietet der Hersteller “Blackmagic” zusätzlich noch eine umfangreichere Version für den (aktuellen) Preis von 355€ inkl. MwSt. an, welche perfekt für hochprofessionelle Videoproduktionen und größere Studios geeignet ist.
StAErken
Color-Grading

Bekannt ist DaVinci Resolve für seine herausragenden Farbkorrektur- und Grading-Tools. Diese sind bereits in der kostenlosen Variante sehr umfangreich und bieten Nutzer*innen die Möglichkeit, das farbliche Geschehen im Video sehr präzise und individuell zu korrigieren oder zu manipulieren.
Kosten
Durch die kostenlose Version und die einmalige Zahlung der Studio-Variante schneidet DaVinci Resolve was die Kosten betrifft sehr gut ab. Für viele Nutzer*innen ist diese Art der Zahlung wesentlich attraktiver als z.B. Abo-Modelle, da sie langfristig günstiger sein kann.
Performance
Auch die Performance von DaVinci sticht hervor, da es die GPU des Systems sehr effizient nutzt und so besonders bei hochauflösendem Videomaterial zu einer flüssigeren Performance führt.
Audiobearbeitung

Durch die Integration von Fairlight in DaVinci Resolve bietet es die Möglichkeit zur professionellen Audiobearbeitung - hier findest du alles “in-the-box”.
SchwAEchen
Lernkurve
Durch die Fülle an Elementen und Funktionen kann die Benutzeroberfläche für Einsteiger*innen recht einschüchternd wirken.
Hardwareanforderungen
DaVinci Resolve kann sehr ressourcenintensiv sein, weshalb leistungsstarke Hardware benötigt wird, um ein optimales Erlebnis zu erhalten.
Premiere Pro - Nahtlosigkeit und Effizienz
Als Teil von Adobe’s Creative Cloud ist Premiere von vorn herein für viele kreativschaffende Menschen, Videograf*innen und Mediengestalter*innen attraktiv.
StAErken
Integration
Als Teil der Adobe Creative Cloud lässt sich Premiere Pro nahtlos in andere Adobe-Programme wie After Effects und Audition integrieren. Dadurch wird ein sehr effizienter Workflow für multimediale Projekte garantiert.
Benutzerfreundlichkeit
Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und benutzerfreundlich, was den Einstieg erleichtert.
Anpassbares GUI

Das Graphical User Interface (GUI) in Premiere Pro ist vollständig modular. Du kannst es durch Umpositionieren der Arbeitsbereiche komplett nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen anpassen, was den individuellen Workflow sehr steigern kann.
Flexibilität
Premiere Pro bietet eine breite Palette an Funktionen und ist sehr flexibel, was es für verschiedene Arten von Videoprojekten geeignet macht.
Viele Tutorials und Support
Durch die weite Verbreitung von Adobe Premiere Pro gibt es eine Vielzahl an Tutorials und Support im Internet.
SchwAEchen
Abo-Modell
Premiere Pro wird über die Adobe Creative Cloud als Abo-Modell angeboten. Dies macht es im ersten Moment zwar günstiger, allerdings zahlt man dafür immer weiter, was es langfristig ggf. teurer macht.
Color-Grading
Die Tools für das Color-Grading sind in Premiere Pro bei weitem nicht so ausgereift, wie in manch anderer Software (z.B. DaVinci Resolve). Auch, wenn es über alle grundlegenden Funktionen zur farblichen Korrektur und -Anpassung verfügt, sind andere Videobearbeitungsprogramme dann doch teils weit überlegen.
Weitere “Nice-To-Know’s”
Anders als bei Premiere ist das Layout der Benutzeroberfläche von DaVinci weitgehend vorgegeben. Dies bringt den Vorteil, dass die Software für jede*n Nutzer*in gleich aufgebaut ist und es so bei Projekten, an denen mehrere Personen arbeiten, seltener dazu kommt, dass ein bestimmter Arbeitsbereich gesucht wird. Nachteil jedoch ist, dass die Software dadurch weniger individualisiert werden kann, was für manche Benutzer*innen ein Manko ist.
Fazit
Wie ihr feststellt, haben beide Softwares ihre Vor- und Nachteile. DaVinci Resolve bietet mit der kostenlosen (und dafür wirklich sehr umfangreichen) Version einen guten Start in die professionelle Videobearbeitung. Dabei stechen vor allem das komplexe Color-Grading und die Audiobearbeitung heraus. Solltest du danach dann doch noch ausgefeiltere Funktionen vermissen, kannst du jederzeit über den Kauf der größeren Studioversion nachdenken, bei dem du dann jedes zukünftige Update kostenlos bekommst. Falls du aber mit einem Abo-Modell kein Problem hast, gern im Adobe-Ökosystem unterwegs bist und dir eine nahtlose Erfahrung zwischen verschiedenen Softwares wünscht, bietet dir Premiere Pro vermutlich die bessere Erfahrung.
So oder so, viel Spaß beim Erstellen!
Euer Flo, Azubi in den Salvador Studioz




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