Der Producer-Guide: wie du deinen ersten Beat erstellst


Der Producer Guide: Der erste Beat

Bumm Tschak Bumm Tschak

Egal welche Software man bedient - ob FL Studio, Bitwig, Ableton, Logic oder Cubase - im Grunde sind es alles nur Werkzeuge für ein und den selben Zweck. Diese Programme sind für den Produzenten wie ein Blatt, und um es füllen zu können, muss man wissen, wie man richtig schreibt. In jeder DAW gibt es diverse Möglichkeiten mit einer entsprechenden Komposition zu beginnen. Anfangs hilft es sich zunächst auf die Drums zu stürzen, da diese in den meisten Fällen ein treibendes, vordergründiges Element sind. Sollte euch Musiktheorie langweilen, ist das zunächst kein Problem. In FL-Studio, Cubase, sowie allen anderen DAWs gibt es entsprechende Oberflächen mit denen sich das wunderbar ausgleichen lässt.

Beat Grid

Mit Beatgrids wie diesem bekommt man eine einfache Darstellung und somit auch eine sehr praktische Vorstellung von der trockenen Musiktheorie. Im Bild seht ihr einen Takt, dieser besteht in diesem Fall aus 16 Schlägen. Setzt man die Basedrum auf eins und acht und die Snare auf fünf und dreizehn, so erhält man den Beat oben im Titel. Fügt man jetzt noch eine High-Hat hinzu, die alle zwei Schläge spielt, hat man einen klassischen Achtelbeat.

Es klingt vielleicht banal, aber dieser einfache Beat ist Grundlage für dermaßen viele Lieder, dass eine Liste diesen Blog sprengen würde. Ich nenne wohl trotzdem mal ein paar:

AC/DC - Highway to hell,

The Beatles - Lucy in the sky with diamonds,

Michael Jackson - Billie Jean,

Queen - Another One Bites the Dust,

Earth Wind and Fire - September,

Survivor - Eye Of The Tiger,

Stardust - Music Sounds Better With You,

Men At Work - Down Under,

Daft Punk - Lose Yourself To Dance,

Blackstreet - No Diggity ft. Dr. Dre, Queen Pen,

Tina Turner - Simply the Best.

Mit dieser Basis lässt sich also schon so einiges machen und sie ist als Ausgangsposition für die meisten Produktionen ideal!

Rythm is a dancer

Damit das frisch programmierte Teilstück deines Liedes, auch Pattern genannt, nicht klingt als würde ein Roboter es spielen, fügen wir ein wenig Dynamik hinzu. Mit Dynamik ist die Lautstärke einzelner Elemente innerhalb eines Liedes gemeint. Ist ein Instrument sehr dynamisch, dann hat es sehr laute, aber auch sehr leise Parts, undynamische Instrumente sind hingegen gleichbleibend laut.

Um den Drums etwas mehr Dynamik zu verpassen, kann man die sogenannte Velocity, oder auch Anschlagstärke beeinflussen. Ein Mensch, der ein Schlagzeug spielt ist nicht in der Lage dazu immer exakt gleich stark auf Snare oder High-Hat zu schlagen, oder möchte vielleicht auch leisere Zwischenschläge einstreuen, deshalb schlägt er sanfter zu. In Cubase sieht das ganze dann so aus wie auf diesem Bild.

Man findet hier ebenfalls ein Beatgrid, und unter jeder Note einen Regler, mit dem die Dynamik der Note eingestellt werden kann.

Selbstverständlich bietet jede DAW solche Werkzeuge an, hier zum Beispiel FL-Studio. Besonders bei den Drums kann Dynamik eine Menge ausmachen. Ein Shaker ist beispielsweise ein sehr dynamisches Instrument. Es lebt davon, dass es laute, kräftige Anteile hat aber eben auch leisere und schwächere. Macht man sich dies zu nutze, kann schon ein reiner Drumloop sehr aussagekräftig und gut produziert klingen. Ebenso wie die Lautstärke, lassen sich so Parameter wie die Richtung aus der der Sound kommt, also der sogenannte Pan, steuern. Hier gilt: Experimentieren ist Pflicht!

Da die Drums das Grundgerüst für die heutzutage so rythmusbetonte Musik bilden, solltet ihr besonders darauf achten, dass ihr diese besonders gut klingen lasst. Falls ihr euer Wissen vertiefen wollt, dann meldet euch gerne bei uns und bucht einen Workshop!

Beste Grüße, Fred Christians und das Team der Salvador Studioz Münster, eurem Dienstleister für Projekte im Bereich Tonstudio, Grafikdesign, Proberaum und Events im Tonstudio!


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